C - Glossar

Cache

Zwischenspeicher - schnelle Speicherarchitektur (RAM) beziehungsweise -verwaltung, um das Lesen von Daten aus Massenspeichern (Festplatte) zu beschleunigen; Daten werden "auf Verdacht" zwischengespeichert.

CAD

"Computer-aided Design", computergestütztes Zeichnen/Konstruieren. Oder: "Computer-aided Drafting", computergestütztes Entwerfen (Draft = Rohentwurf).

Capstan-Belichter

Arbeiten mit der Capstan-Walze (engl.: capstan = Ankerwinde oder Bandantriebsachse), die das zu belichtende, als Rolle vorliegende Filmmaterial bewegt. Zur Belichtung dient ein Laserstrahl, und seine Bewegung ist mit dem Filmtransport so abgestimmt, dass die Belichtung Zeile für Zeile stattfindet. Durch den Einsatz von Rollenmaterial ist die Länge des auszugebenden Filmformates theoretisch.

Cartridge (Kassette)

Transportabler Speicher; sowohl für stoffliche Produkte (Farbband-Cartridge) als auch Software (zum Beispiel Schrift-Cartridge für Laserprinter).

CCD-Elemente

CCD-Zeilen der Scanner setzen sich aus drei Zeilen mit je einem unterschiedlichen Farbfilter (rot, grün, blau) zusammen. Für jeden Bildpunkt gibt es also drei CCD-Elemente, jeweils eines mit einem roten, grünen und blauen Farbfilter davor. Die Anzahl der nebeneinander gesetzten CCD-Elemente in der Sensorzeile bestimmt letztendlich die optische Auflösung der Scanner. Die optische Auflösung der Scanner ergibt sich aus der Anzahl der Elemente auf der CC-Zeile und der Vorlagenbreite.

CCITT

Bildkomprimierungsverfahren zur effektiven Komprimierung von Schwarz-Weiß-Bildern in Pf-Dateien.

Cellophan

Hygroskopische Folie (heute durch Kunststofffolien ersetzt).

Cellophanieren

Bezeichnung für Glanzfolienkaschieren, wobei nicht nur Cellophanfolien Verwendung finden.

Cellulose

Siehe Zellulose.

Chinagras (auch Rheafaser)

Fasermaterial aus der subtropischen Nesselpflanze Ramie, dient wegen seiner hohen Reinheit und Festigkeit zur Herstellung von Banknotenpapier.

Chromalin

Von 3M entwickeltes Verfahren zur Simulierung von Drucken; Prüfdrucke, Andrucke.

Chromoduplexkarton

Karton mit einseitigem Strich von etwa 12 Gramm pro Quadratmeter: Das Vorprodukt ist der Duplexkarton.

Chromokarton

Karton mit einseitigem Strich von etwa 18 Gramm pro Quadratmeter.

Chromoluxkarton

Markenname für einen einseitig weißen, hochglänzend gussgestrichenen Karton.

Chromopapier

Einseitig gestrichenes Papier. Der Strich ist stets wasserfest und im Hinblick auf gute Eignung für den Offsetdruck sowie für Präge-, Lackier- und Bronzierfähigkeit zusammengesetzt. Chromopapier wird überwiegend für Etiketten, Einwickler und Bezugpapiere eingesetzt.

Chromoersatzkarton

Faltschachtelkarton, einseitig glatt mit heller stark holzhaltiger Einlage und ein- oder beidseitiger holzfreier Deckschicht.

CIE (Commission Internationale de l'Eclairage)

Eine internationale Organisation, die eine Reihe von allgemein verwendeten Farbdefinitionen erarbeitet und festgelegt hat. Am bekanntesten ist der Farbraum CIELab, der 1976 definiert wurde.

CIELab-Farbraum

Besitzt ein dreidimensionales, rechtwinkliges Koordinatensystem. Die senkrechte Koordinate L gibt die Helligkeit einer Farbe an, die zwei ebenen Koordinaten a und b den Farbwert und die Sättigung auf einer Rot-Grün- beziehungsweise einer Blau-Gelb-Achse. Der CIELab-Farbraum gilt als besonders geeignet zur Darstellung von Farbdifferenzen, da geometrische Abstände darin annähernd den nachempfindbaren Farbunterschieden entsprechen.

CIELUV

System im CIE-Farbraum-Modell. Standard/Norm zur Beschreibung eines Farbtons.

Cleartype

dient zur Erzeugung eines möglichst klaren Schriftbildes auf Computerbildschirmen. Hierzu wird vor allem das Anti-Aliasing eingesetzt, um durch die Bildpunkte des Monitors treppenförmig erscheinende Linien und Kanten zu glätten. Von Microsoft entwickelt soll Cleartype speziell die Lesbarkeit von kleineren Schriften auf farbigen Flüssigkristallbildschirmen verbessern, wie sie für Laptops und E-Books verwendet werden beziehungsweise vorgesehen sind.

Client Server

Beschreibung des Prinzips der Aufgabenbeziehungen in einem Netzwerk: Ein Computer, der Server, stellt anderen Computern, den Clients, die mit ihm durch ein Netzwerk oder eine Telefonleitung verbunden sind, seine Dienste zur Verfügung. Client Server-Systeme sind z.B. Online-Dienste und das Internet. Technisches Bindeglied ist neben der Hardware ein gemeinsames Protokoll.

CMM (Color Matching Modul)

Verfahrensanweisung wie Farbinformationen von einem Farbraum in einen anderen konvertiert werden. Im Druckbereich können die Agfa-CMM, die Heidelberg-CMM sowie die Adobe-CMM verwendet werden.

CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Black)

Bezeichnung für das in der Drucktechnik übliche Farbmodell, das die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb verwendet. Als vierte "Farbe" wird zusätzlich Schwarz eingesetzt.

Coldset

Für den Zeitungsdruck im Rollenoffset-Verfahren finden Coldset-Farben Verwendung, die ausschließlich physikalisch durch Wegschlagen in das Papier trocknen.

Color Management

Siehe Farbmanagement.

Color Proof

Dient um Farben eines Druckerzeugnisses in verbindlicher Weise vorab zu kontrollieren. Er verursacht deutlich weniger Aufwand als ein Maschinen-Proof an der Druckmaschine selbst und lässt sich auch in räumlicher Entfernung vom Druckort anfertigen. Voraussetzung für einen aussagekräftigen Color Proof ist aber die sichere Kontrolle des (elektronischen) Preprint-Prozesses mit einem Color-Management-System, das auch die verwendete Druckmaschine sowie das verwendete Papier einschließt.

Composings

Digitale Bildmontagen

Composit-Daten

Datei, die noch nicht in Farbauszüge separiert ist sondern noch als Einheit besteht. Composit-Daten lassen sich einfacher prüfen, betrachten und weiterverarbeiten.

Computer to Cylinder (CtC)

Aus dem Umbruch-Computer heraus werden die Seiten direkt auf einen Druckzylinder übertragen. Angewandt im Tiefdruck (Elektronenstrahlgravur) und bei der MAN Roland mit der DICOweb.

Computer-to-Film (CtF)

Verfahren zur Erzeugung von Filmen für die Druckplattenerstellung, bei dem die Bogenmontage elektronisch erfolgt. Dazu werden Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt und an einen Filmbelichter übergeben. Eine neuere, für Strich- oder Halbtonvorlagen geeignete Variante ist Desktop Computer-to-Film. Hier wird der zur Druckplattenerstellung verwendete Film nicht fotografisch erzeugt, sondern gedruckt. Voraussetzung dafür ist, dass der verwendete Drucker (Laser-, Inkjet-Drucker) die Folie maßgerecht bedrucken kann.

CtcP (Computer-to-conventional-Plate)

Belichter, die konventionelle Platten im CtP-System belichten.

Computer-to-Plate (CtP)

Bei diesem Verfahren werden Daten aus dem Computer direkt ohne das Übertragungsmedium Film auf die Druckplatte belichtet. Die Kosten sind geringer als bei dem herkömmlichen Verfahren, doch nutzen sich verwendeten Druckfolien schneller ab als normale Druckplatten und müssen gegebenenfalls in Abständen erneuert werden. Zudem können die Folien je nach Verfahren nach dem Druck nicht immer aufbewahrt werden. Neue Materialien, die zur Belichtung mit Wärmeenergie statt mit sichtbarem Licht arbeiten, ermöglichen mittlerweile Tageslichtverarbeitung und chemiefreie Entwicklung.

Computer-to-Print

Druckverfahren, das ohne physische Druckplatten auskommt. Mit Methoden, die aus der Computertechnik stammen - zum Beispiel Laserdruck -, drucken Maschinen direkt von entsprechend aufbereiteten Daten. Computer-to-Print eignet sich für kleine Auflagen, wobei sich insbesondere personalisierter Druck leicht verwirklichen lässt.

Content

Inhalt einer Webseite.

Content-Management-System (CMS)

Ein Anwendungsprogramm, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten (Content) ermöglicht und organisiert. Digitale Informationen werden heute oft als Content (Inhalt) bezeichnet, sie können als Datei vorliegen, die einzeln verarbeitet wird oder auch als zusammenhängende Dateisysteme verteilter Anteile, wie z. B. für Webseiten die Formatierung via CSS und der Content auf einer "normalen" HTML-Seite.

Contractproof

Farbverbindlicher, mit sämtlichen relevanten Produktionsparametern versehener und von der FOGRA zertifizierter Proof.

Content Provider (auch Content-Anbieter)

Redaktionen und Firmen, die Webseiten mit Inhalten füllen.

Cookie

Textdatei, die von einer besuchten Webseite in einem vom Browser dafür vorgesehenen Verzeichnis auf der Festplatte des Benutzers erzeugt wird. Sie protokolliert die Aktivitäten des Benutzers in der besuchten Webseite. Viele Vorgänge im E-Commerce sind ohne diese Technik nicht realisierbar (aus Datensicherheitsgründen jedoch nicht immer unumstritten).

Copy-Dot

Verfahren, bei dem Druckfilme durch einscannen in digitale Daten umgewandelt werden, z.B. zur CTP-Belichtung.

Copyright

Hinweis auf Urheber- und Vertriebsrechte. Meist in Verbindung mit einer Jahreszahl, da die Urheberrechte nach 70 Jahren verfallen. In Deutschland ist ein Copyrightvermerk bedeutungslos, denn das Urheberrecht tritt auch ohne diesen Vermerk in Kraft. Der Hinweis auf ein Copyright dient in Deutschland also nur der Abschreckung.

Corporate Design

Bestandteil der Corporate Identity, bezeichnet den einheitlichen, unverwechselbaren Auftritt einer Firma in seinen Kommunikationsmitteln. Dazu gehören grafische Elemente wie ein charakteristisches Firmenlogo, eigene "Hausfarben" oder ein spezieller Schrifttyp. Corporate Design (CD) umfasst in vielen Fällen auch das Produktdesign und kann sich bis zur Architektur des Firmengebäudes erstrecken.

Crossmedia

Mit Crossmedia bezeichnet man die mehrfache Nutzung von Druckdaten für verschiedene Medien. So können dieselben Daten für die Erzeugung von Druckseiten, aber auch von Inhalten für CD-ROMs und Internetseiten dienen. Als wichtige Technologie für Crossmedia gilt das vom Hersteller Adobe definierte "Portable Document Format" (PDF), das einerseits die Speicherung von Dokumenten in Druckqualität zulässt und andererseits die für elektronische Medien wichtigen interaktiven Elemente bietet

CRT-Monitor

Die Kathodenstrahlröhre (englisch Cathode Ray Tube, kurz CRT) ist eine Elektronenröhre zur Erzeugung von Elektronenstrahlen, mit der sich unter anderem schnell ändernde Spannungen und Ströme auf einem Fluoreszenzschirm sichtbar machen lassen. Kathodenstrahlröhren werden in weiterentwickelter Form als Bildschirm in Fernsehgeräten und als Computerdisplay verwendet. Die Kathodenstrahlröhre wird in diesen Anwendungen jedoch zunehmend durch Plasma-, TFT- oder LCD-Bildschirme abgelöst.

Cut And Paste

Ausschneiden und einfügen; Funktion in grafischen Programmen zum Anordnen und Verändern von Seitenteilen oder grafischen Elementen.

Cyan

Ein bestimmtes Blau im Vierfarbendruck; eine der vier Grundfarben im Vierfarbdruck.

Cyan-Überhang

Im Vierfarbendruck braucht man in den meisten Fällen entgegen der Theorie nicht gleiche Anteile der drei Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, um neutrales Grau zu erzeugen, sondern einen mehr oder weniger deutlich größeren Anteil von Cyan. Der zusätzlich notwendige Cyan-Anteil wird mit Cyan-Überhang bezeichnet.

 

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