H - Glossar

Hadern

Baumwollabfälle

Hadernhaltiges Papier

Papier mit mindestens 10 Prozent Hadernanteil wird in erster Linie für Banknoten und Dokumente verwendet.

Halbgeviertstrich

Als Gedankenstrich wird im deutschsprachigen Raum der so genannte Halbgeviertstrich verwendet, er ist ein halbes Geviert lang (entspricht ungefähr der Breite des Buchstaben "n"). Verwendung: als "Bis-Strich"; Gedankenstrich; grammatische Methode, um einen Zwischensatz hervorzuheben; Benennung von Zeiträumen (zum Beispiel 2004 - 2006).

Halbton

Bildformat, das ständig variierende Tonwertabstufungen darstellen kann.

Halbtonvorlage

Druckvorlagen mit mehr als einer Helligkeitsstufe bei den abgebildeten Farben. Da die Drucktechnik nur volle Farben kennt, müssen solche Vorlagen zur Reproduktion gerastert, also in Punktsysteme aufgelöst werden. Durch Variation der Größe oder Häufigkeit der Rasterpunke entsteht bei der gedruckten Abbildung der Eindruck unterschiedlicher Helligkeit.

Haarlinie

Dünnste darstellbare Linie.

Handsatz

Bis zur Einführung der ersten Setzmaschinen war der Handsatz die einzige Methode zur Satzherstellung. Hierbei nimmt der Setzer aus Blei gegossene Einzelbuchstaben, Satzzeichen und Abstandselemente aus dem Setzkasten und stellt sie in seinem Arbeitsgerät, dem Winkelhaken, zu einer Schriftzeile zusammen.

Hardproof

Verfahren zur Simulation beziehungsweise Kontrolle eines Druckergebnisses. Liefert ein materielles Ergebnis - meist einen Papierausdruck. Je nach den zu überprüfenden Eigenschaften lassen sich Blaupause (Blue Print), Imposition Proof (Layout Proof), Color Proof, Raster-Proof und Maschinen-Proof (oft auch Andruck genannt) unterscheiden.

Hartpostpapiere

Schreibmaschinen- und Naturpapiere besonders guter Qualität. Klingen beim Biegen oder Knittern mit der Hand "hart".

Hausschrift

Bestandteil des Corporate Design (CD). Bestimmte von einem Unternehmen ausgewählte Schriften für ihren Auftritt in der Öffentlichkeit.

Header

Vorspann einer Datei und Informationen für ein Anwenderprogramm die Daten richtig zu interpretieren und zu bearbeiten. Im Header stehen Informationen wie Anfang und Ende, Erstellungsdatum oder Länge der Datei.

Heatset-Farben

Finden Verwendung im Rollenoffsetdruck und sind Druckfarben, die nach dem Druckprozess durch kurzzeitiges Erhitzen trocknen. Dies geschieht durch Heißluft bei Temperaturen von 120 bis 150 Grad Celsius.

Heften

Bindeverfahren - Druckbogen oder Lagen werden in sich und untereinander durch Faden oder Draht zu einem Buchblock beziehungsweise einem Produkt verbunden.

Heliogravur

Ein fotochemisches Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckplatten. Die Heliogravur diente besonders zwischen 1890 und 1910 zur einfarbigen Illustrierung anspruchsvoller Bücher.

Hexachrome

Farbmischverfahren in der Druckindustrie, bei dem neben den CMYK-Farben noch Orange und Grün verwendet werden. Dieses Verfahren wurde entwickelt, um den verwendbaren Farbraum zu vergrößern. Die Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz wurden hierbei verändert. Grund der Entwicklung war das Bestreben, die Grenzen des klassischen Vierfarbdrucks zu überschreiten. Der Patentinhaber, die Firma Pantone, hat ein Verfahren entwickelt, bei dem neben einer wesentlich besseren Farbdarstellung bei Fotos der Druck von Sonderfarben ohne den Einsatz echter Sonderfarben möglich ist (wichtig im Verpackungsdruck).

Histogramm

Kurvendiagramm, das die Verteilung der Helligkeitswerte eines Bildes darstellt.

HKS-Farben

84 Farbtöne bilden ein Mischsystem für Druckfarben, das die Druckfarbenhersteller Horstmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schminke & Co. gemeinsam herausgegeben haben. Die Basis bilden neun Grundfarben sowie Schwarz und Weiß. Für Bogenoffset auf gestrichenen und ungestrichenen Papieren, Zeitungsdruck und Endlosdruck stehen jeweils Farbenreihen zur Verfügung.

HLS (Hue-Lightness-Saturation)

Farbraum-Modell, Farbton - Helligkeit - Sättigung.

Hochdruck (auch Buchdruck)

Beim Hochdruck nehmen die erhabenen Teile einer Druckform die Druckfarbe an und geben beim Druckvorgang einen Teil der Druckfarbe auf das zu bedruckende Material ab. Hierbei gibt es drei Varianten: Im Tiegel druckt eine Fläche gegen eine andere Fläche, in der Zylindermaschine ein Zylinder auf eine Fläche, und beim Rotationsdruck rollen zwei Zylinder gegeneinander ab. Als ältestes industrielles Druckverfahren wird der Hochdruck heute als Bogendruck für kleine Auflagen und Spezialarbeiten (Stanzen, Prägen, Perforieren, Nummerieren etc.) und mit abnehmender Tendenz auch noch für Zeitungen verwendet.

Hochglanzpapier

Einseitig gussgestrichenes, nicht veredeltes Papier.

Hochzeit

Ein fälschlich doppelt gesetztes Wort im laufenden Text.

Hologramm

Eine mittels kohärentem Laserlicht hergestellte Fotografie, die nach Ausarbeitung und Beleuchtung mit gleichartigem Licht ein echtes dreidimensionales Abbild des Ursprungsgegenstandes wiedergibt. 1947 wurde dieser Begriff von dem ungarischen Forscher Dennis Gábor geprägt, der einen Weg zur Verbesserung von Elektronenmikroskopen suchte. Die Motive scheinen bei der Betrachtung frei im Raum zu schweben. Bei seitlichen Bewegungen kann dabei auch um ein Objekt herum gesehen werden und es entsteht ein vollständig dreidimensionaler Eindruck bei beidäugiger Betrachtung.

Holzfreies Papier

Papier mit höchstens fünf Prozent (Gewichtsanteil) verholzten Fasern.

Holzhaltiges Papier

Dieses Papier enthält zu mehr als fünf Prozent Massenanteil mechanisch aus Holz gewonnene Fasern (Holzstoff).

Holzschnitt

Aus Langholzbrettern werden nach einem vorgezeichneten Bild die Teile entfernt, die nicht gedruckt werden sollen. Die stehen gebliebenen Stege ergeben das Bild des Druckes. Gilt als das älteste Verfahren zur Herstellung von Druckformen. Die frühesten Holzschnitte zur Vervielfältigung auf Papier lassen sich in China im sechsten Jahrhundert nach Christus nachweisen.

HOST

Rechner innerhalb eines Netzwerkes. Es kann sowohl ein Server als auch ein Client sein. Sobald man sich z.B. mit einem Internet Provider verbunden hat, ist der eigene Computer ein Host im Internet.

Hotfolder

Ordner auf einer Computeroberfläche, der eine bestimmte Funktion startet und abarbeitet sobald man Inhalte dorthin kopiert oder ablegt.

HPGL (Hewlett-Packard Graphic Language)

Eine ursprünglich entwickelte Befehlssprache zur Ansteuerung von Plottern. Heute können auch viele Drucker in HPGL codierte Zeichnungen ausgeben.

HSB

Ein Farbmodell, das zur Beschreibung von Farben analog zur menschlichen Farbwahrnehmung mit den drei Größen Farbton, Sättigung und Helligkeit arbeitet. Der Farbton ist durch seine Position auf einem Farbkreis definiert und wird durch einen Winkel zwischen null und 360 Grad angegeben. Die Sättigung entspricht dem Anteil von Grau in der Farbmischung und hat Werte zwischen null Prozent für grau und hundert Prozent für die reine Farbe. Für die Helligkeit gibt es ebenfalls einen Wert zwischen null Prozent für Schwarz und hundert Prozent für Weiß.

HSV (Hue-Saturation-Value)

Farbmodell auf der Grundlage von Farbton, Sättigung und Wert bzw. Intensität.

HTML (Hypertext Markup Language)

Dient zur Formatierung von Dokumenten für das World Wide Web im Internet. HTML ermöglicht Verknüpfungen zwischen Seiten sowie die Darstellung von multimedialen Daten im gesamten Internet. Mit Hilfe eines Browsers lassen sich HTML-Dokumente mit allen Rechnern mit gängigen Betriebssystemen in gleicher Weise lesen. Als Besonderheit haben solche Seiten keine fest definierte Typografie. Schriftart und Schriftgröße stellt der Leser an seinem Bildschirm selbst ein.

HTTP (Hypertext Transfer Protocol)

Im World Wide Web genutztes Protokoll zur Datenanforderung. HTTP basiert auf dem Netzwerk-Protokoll TCP/IP und organisiert die Kommunikation zwischen Internetserver und Browser. Dazu baut HTTP bei jeder Datenanforderung durch einen Browser eine neue Verbindung zum Server auf.

Hurenkind (auch Witwe)

Rutscht die letzte Zeile eines Absatzes in die nächste Spalte (oder auf die nächste Seite), so bezeichnet man sie als Hurenkind.

Hyperlink

Texte oder Grafiken, die mit einem anderen HTML-Dokument verbunden sind.

Hypertext

Zusätzliche Funktionalität von elektronischen Dokumenten, die darin besteht, dass man sie über Sprungstellen (Links) untereinander verknüpfen kann. Ein solcher Link ist an ein beliebiges Objekt eines Dokuments gebunden und nimmt auf dessen Inhalt Bezug.

 

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