Entstanden im 16. Jahrhundert, ist die Radierung eine Weiterentwicklung des Kupferstichs. Man beschichtet bei diesem Verfahren eine Kupferplatte mit einem säurefesten Lack und legt mit einer so genannten Radiernadel die gewünschten Bereiche des Untergrunds in Form von Linien, Schraffuren etc. frei, die später im Druckbild farbig erscheinen sollen. Dann behandelt man die Platte mit Säure, wobei das Metall an den freigelegten Stellen angeätzt wird. Nachdem der noch vorhandene Lack entfernt wurde, kann die Platte als Tiefdruckform dienen.
Beim Siebdruck verwendet man eine Rakel mit einer Gummi- oder Kunststoffkante zum Verteilen der Farbe auf dem Sieb. Beim Tiefdruck ist es ein dünnes Stahllineal, das nach dem Einfärben der Druck- oder Farbwalze überschüssige Farbe abstreift.
Standardfarben gemäß einer Reihe von Farbsammlungen für die Industrie, die das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung herausgibt. Insgesamt gibt es über 2.000 RAL-Farben. 1.688 Farbtöne enthält das RAL Design System, ein den ganzen Farbraum umfassendes Farbsystem. Darüber hinaus sind sämtliche RAL-Farben aus dem RAL Design System und der klassischen Farbsammlung RAL 840-HR auch digital definiert und für gängige Grafikprogramme unter Windows und Macintosh verfügbar, und zwar für mehr als 20 Ausgabevarianten, das heißt für verschiedene Bildschirme und Drucker.
Arbeitsspeicher eines Computers, also diejenigen Speicherbauteile eines Computers, die während der Laufzeit aktiviert sind und bei Ausschalten des Stromes den Inhalt verlieren.
Feines Mosaik winziger Rasterpunkte, in die Halbtonvorlagen zerlegt werden. Bei der konventionellen Rasterung werden Bilder in Form von Punkten gleicher Dichte und variabler Größe wiedergegeben, die in einer präzisen Rasterweite angeordnet sind.
Das kleinste Rasterelement ist ein Dot. Mehrere Dots ergeben zusammengefasst jeweils ein Pixel, z.B. bedeutet die Angabe acht Bit Farbtiefe, dass drei Schichten von jeweils 256 Dots übereinander liegen.
Anzahl der Rasterpunkte, die auf eine Längeneinheit fallen. Gängige Angaben sind L/cm (Linien pro Zentimeter) und lpi (lines per inch).
Software zur Umrechnung von vektorbasierten Fontdaten in eine Rastergrafik. Ein notwendiger Schritt um Fonts am Bildschirm anzuzeigen oder um Fonts auszudrucken. Eine Rastergrafik setzt sich im Gegensatz zu Vektorgrafiken aus vielen Bildpunkten zusammen, die in einem festen Raster angeordnet sind.
Kontrollfeld auf dem Ugra/FOGRA-Digital-Plattenkeil zur densitometrischen Kontrolle des Tonwerts bzw. seiner Zunahme im Druck.
Im Normalfall ein seitenverkehrtes Strich- oder Rasterpositiv zur Kopiervorlage für den Offsetdruck. Entsprechend ihrer Zeichnung teilweise lichtdurchlässige negative oder positive Bild- und Schriftvorlagen, die zum Umkopieren oder zur Informationsübertragung auf die Druckform dienen.
Dient dazu, die Rasterstrukturen eines Drucks vorab zu kontrollieren. So lassen sich in diesem Bereich auftretende Fehler wie Moiré und Rosetteneffekte rechtzeitig erkennen. Da die Druckdaten vor der Rasterung der Bilder im Raster Image Processor (RIP) noch keine Rasterinformationen enthalten, muss vor der Anfertigung eines Raster-Proofs eine Rasterung erfolgen.
Ein druckbares Bildelement, das durch verschiedene Abstände zueinander oder verschiedene Größen die Graustufen der Vorlage simuliert. Ein Rasterpunkt besteht aus mehreren Druckpunkten, die das kleinste druckbare Element darstellen.
Ein Merkmal des Rasters ist die Art, wie seine einzelnen Rasterpunkte innerhalb einer Fläche verteilt sind. Man unterscheidet hierbei amplitudenmodulierte und frequenzmodulierte Raster.
Der Rasterwinkel gibt bei regelmäßigen Rastern die Richtung der Rasterung von der Senkrechten aus gemessen an. Üblich für die einfarbigen Darstellungen ist die Diagonalstellung des Rasters von 45 oder 135 Grad. Bei mehrfarbigem Druck muss man für die verschiedenen Farben unterschiedliche Rasterwinkel verwenden, um Überlagerungseffekte (Moiré) zu vermeiden. Nach der Norm DIN 16547 verwendet man für die vier Farben Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz die Winkel 0, 15, 75 und 45 Grad.
Textgestaltung, bei der eine einheitliche Länge der Zeilen durch Worttrennungen bestmöglich erreicht wird und nicht durch entsprechende Vergrößerung der Wortabstände.
Papier aus hundert Prozent Altpapier. Um weißes Recycling-Papier zu erhalten muss man mit Chemikalien die Druckfarben aus dem früheren Einsatz des Altpapiers entfernen und das Fasermaterial zusätzlich einem Bleichprozess unterziehen.
Eine reproduktionsfähige Vorlage für den Druck. Sie enthält alle zu druckenden Elemente oder zumindest Platzhalter, in die andere Druckvorlagen montiert werden können. Die Reinzeichnung wird nach dem "Rough" erstellt und ist die endgültige Ausarbeitung des Layouts. Diese ist für den Druck verbindlich.
Die Umwandlung von Druckvorlagen (Filmmaterial) in digitale Daten.
Naturgetreue Wiedergabe dreidimensionaler Modelle durch einen Computer. Der betreffende Körper wird dabei mit einer möglichst realistischen Oberfläche versehen, mit einer fiktiven Lichtquelle beleuchtet und mit Licht, Schatten, Reflexen etc. in eine ebenfalls räumliche Umgebung eingebettet.
Steuert bei der Umrechnung von Farbräumen den Farbaufbau. Verwendung finden "Perzeptiv" (auch fotografisch), "relativ Farbmetrisch" und "absolut Farbmetrisch".
Auflösung
Additives Farbmodell mit den Primärfarben Rot, Grün und Blau. Selbstleuchtende Ausgabegeräte wie Bildschirme, aber auch elektronische Aufnahmegeräte wie Scanner und Videokameras arbeiten hiermit.
Das Wort Ries stammt aus dem Arabischen (rizma - Paket. Es ist eine bestimmte, eingepackte Menge von Papierbogen. Früher umfasste ein Ries 480 oder 500 Bogen, heute als Neuries 1000 Bogen. Weitere Maßeinheiten für Papierbogen sind Buch (100 Bogen), Heft (10 Bogen) und Ballen (10.000 Bogen).
Ein RIP ist in der Regel ein Computer, kann aber auch Software sein. Mit ihm werden Daten aus der Druckvorstufe für die Herstellung von Druckplatten aufbereitet. Die wichtigste Funktion dabei ist die Erzeugung der Raster für den Druck von Bildern und anderen grafischen Elementen.
Der Austausch eines Bildes gegen ein anderes sobald man es mit dem Mouse Cursor berührt.
Der Rohentwurf eines Layouts. Dabei werden die wichtigsten Elemente und die ungefähre Aufteilung der Seite skizziert. Führt irgendwann mal zur "Reinzeichnung" und ist die nächste Stufe nach dem "Scribble".
RTF wurde von Microsoft als Software unabhängiges Format für formatierte Texte spezifiziert. Es ist ein Datenformat für Texte, das neben dem eigentlichen Text Angaben zu Schriftart und Schriftgröße sowie Formatierung enthält.
Ist eine Sammelbezeichnung für Verletzungen der Papieroberfläche innerhalb der Drucktechnik. Sie gibt an, wie viel Kraft es kostet, durch senkrechten Zug Partikel von der Papieroberfläche abzulösen.
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